Infrarot-Kältemittelsensoren zur präzisen Leckageerkennung im Zeitalter der Kältemittel mit niedrigem Treibhauspotenzial
Die globale HLK- und Kältetechnikbranche bewegt sich rasant in Richtung Kältemittel mit niedrigem GWPKältemittel wie R32, R454B und R290 werden zunehmend in Klimaanlagen für Wohnhäuser, Wärmepumpen, VRF-Systemen, Kältemaschinen und gewerblichen Kälteanlagen eingesetzt.
Dieser Übergang fördert umweltfreundlichere Kühlung und eine geringere Klimabelastung, bringt aber auch neue Sicherheits- und Überwachungsanforderungen mit sich. Einige Kältemittel mit niedrigem GWP sind leicht entzündlich oder entzündlich. Bei einem Leck kann dies die Systemeffizienz verringern, die Wartungskosten erhöhen und potenzielle Sicherheitsrisiken bergen.
Dadurch Kältemittelleckerkennung ist nicht länger nur eine optionale Funktion. Sie entwickelt sich zu einem wichtigen Bestandteil der modernen Planung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Kälteanlagen.
Für Gerätehersteller ist die Herausforderung klar: Wie lassen sich Kältemittelleckagen in verschiedenen Anwendungsbereichen genau, zuverlässig und kostengünstig erkennen?
Warum die Lecksuche bei Kältemitteln immer wichtiger wird
Kältemittelleckagen können sowohl die Systemleistung als auch die Sicherheit beeinträchtigen.
Bei Klimaanlagen und Wärmepumpen kann eine Leckage zu geringerer Kühl- oder Heizleistung, höherer Kompressorlast und erhöhtem Energieverbrauch führen. Auch bei gewerblichen Kälteanlagen und VRF-Systemen, bei denen größere Kältemittelmengen und komplexere Rohrleitungsnetze verwendet werden, kann eine Leckage die Systemzuverlässigkeit und Wartungseffizienz beeinträchtigen.
Mit der zunehmenden Verbreitung von Kältemitteln mit niedrigem GWP gewinnt die Lecksuche aus drei Gründen an Bedeutung:
Sicherheitsschutz
Bei Systemen, die brennbare oder leicht entzündliche Kältemittel verwenden, trägt eine frühzeitige Leckagewarnung dazu bei, das Risiko zu verringern, bevor die Konzentration ein gefährliches Niveau erreicht.
Zuverlässigkeit der Ausrüstung
Die kontinuierliche Überwachung hilft, Leckagen frühzeitig zu erkennen und so langfristigen Kältemittelverlust und Leistungsverschlechterung zu verhindern.
Regulatorische und marktbezogene Anforderungen
Globale Umwelt- und Sicherheitsanforderungen drängen die Hersteller dazu, verbesserte Kältemittelmanagement- und Leckageüberwachungsfunktionen in neue Geräteplattformen zu integrieren.
Wie NDIR-Kältemittelsensoren Lecks erkennen

Unter den verschiedenen Kältemitteldetektionstechnologien NDIR-Infrarotsensorik hat sich zu einer der bevorzugten Lösungen für Anwendungen entwickelt, die eine hohe Selektivität, Langzeitstabilität und starke Störfestigkeit erfordern.
NDIR steht für Nicht-dispersives InfrarotDas Prinzip beruht auf der Tatsache, dass verschiedene Gasmoleküle Infrarotlicht bei spezifischen Wellenlängen absorbieren.
Jedes Kältemittel besitzt spezifische Infrarot-Absorptionseigenschaften. Beim Eintritt des Kältemittelgases in die Messkammer durchdringt Infrarotlicht das Gas. Das zu untersuchende Kältemittel absorbiert einen Teil der Infrarotenergie, und der Detektor misst die Änderung der Lichtintensität. Der Sensor berechnet anschließend die Kältemittelkonzentration in Echtzeit.
Dieses optische Detektionsverfahren bietet NDIR-Kältemittelsensoren mehrere wichtige Vorteile:
- Hohe Selektivität für Zielkältemittel
- Gute Beständigkeit gegenüber gängigen Störgasen
- Stabile Leistung im Langzeitbetrieb
- Kein Chemikalienverbrauch während der Detektion
- Geeignet für die Online-Überwachung in Echtzeit
Da die NDIR-Sensorik auf optischer Absorption und nicht auf chemischen Reaktionen beruht, eignet sie sich besonders für HLK- und Kälteanlagen, die eine stabile Langzeit-Leckageüberwachung erfordern.
Wichtigste Vorteile von Infrarot-Kältemittelsensoren
1. Hohe Selektivität und weniger Fehlalarme
In realen Anwendungen der Klima- und Kältetechnik können Sensoren Feuchtigkeit, CO₂, Alkoholdämpfen, Ölnebel, Reinigungsmitteln und anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt sein.
NDIR-Kältemittelsensoren identifizieren Zielgase anhand spezifischer Infrarot-Absorptionsbänder. Dies trägt zur Verbesserung der Selektivität und zur Reduzierung von Fehlalarmen durch Nicht-Zielgase bei.
Für Gerätehersteller bedeutet dies eine zuverlässigere Alarmlogik und ein höheres Vertrauen der Nutzer.
2. Langzeitstabilität
Von Kälteanlagen wird erwartet, dass sie viele Jahre lang in Betrieb sind. Der Leckagesensor muss daher auch bei Langzeitbetrieb zuverlässig funktionieren.
Infrarot-Kältemittelsensoren nutzen ein physikalisch-optisches Detektionsprinzip. Im Normalbetrieb findet kein Elektrolytverbrauch oder Verbrauch empfindlicher chemischer Materialien statt. Dies ermöglicht eine längere Lebensdauer und eine stabilere Leistung im Vergleich zu einigen herkömmlichen Messmethoden.
3. Starke Anpassungsfähigkeit an die Umwelt
Klimaanlagen können unter verschiedensten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen betrieben werden. Wärmepumpen, Außengeräte und gewerbliche Kälteanlagen können sogar noch anspruchsvolleren Umgebungsbedingungen ausgesetzt sein.
NDIR-Kältemittelsensoren können mit Temperaturkompensation, optimierten optischen Pfaden und stabiler Signalverarbeitung ausgestattet werden, um eine zuverlässige Leistung unter verschiedenen Betriebsbedingungen zu gewährleisten.
4. Online-Überwachung in Echtzeit
Kältemittelleckagen können langsam über einen längeren Zeitraum oder plötzlich aufgrund von Rohrschäden, lockeren Verbindungen, Vibrationen oder Systemausfällen auftreten.
Ein integrierter Kältemittelsensor ermöglicht die kontinuierliche Online-Überwachung und liefert Konzentrationsdaten in Echtzeit. Dadurch kann das Hauptsystem bei Bedarf Alarme auslösen, die Belüftung starten, den Gerätebetrieb stoppen oder andere Schutzmaßnahmen ergreifen.
Unterschiedliche Anwendungen erfordern unterschiedliche Sensorlösungen
Die Lecksuche in Kältemitteln ist keine Einheitsanforderung. Unterschiedliche Gerätetypen haben unterschiedliche Prioritäten.
Klimaanlagen für Wohngebäude
Klimaanlagen für Wohnhäuser erfordern in der Regel kompakte Abmessungen, zuverlässige Leistung und ein gutes Kostenmanagement. Sensorlösungen sollten sich leicht in Serienprodukte integrieren lassen und gleichzeitig eine stabile Detektionsleistung gewährleisten.
Typische Anforderungen sind:
- Kompakte Struktur
- Zuverlässige Leckagewarnung
- Niedrige Fehlalarmrate
- Lange Lebensdauer
- Kostengünstige Integration
Wärmepumpen
Wärmepumpensysteme arbeiten sowohl im Heiz- als auch im Kühlbetrieb und sind häufig wechselnden Außenbedingungen ausgesetzt. Sie benötigen Sensoren mit besserer Anpassungsfähigkeit an die Umgebungsbedingungen und stabiler Leistung unter wechselnden Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen.
Typische Anforderungen sind:
- Hohe Erkennungsgenauigkeit
- Starke Anpassungsfähigkeit an die Umwelt
- Stabile langfristige Produktion
- Zuverlässiger Betrieb in Außengeräten
VRF- und Multi-Split-Systeme
VRF-Systeme und Multi-Split-Systeme verwenden oft längere Kältemittelleitungen und größere Kältemittelmengen. Die Leckageerkennung ist besonders wichtig, da sich Kältemittel in Innenräumen oder geschlossenen Räumen ansammeln kann.
Typische Anforderungen sind:
- Höhere Empfindlichkeit
- Stabile Mehrpunktüberwachung
- Langzeit-Zuverlässigkeit
- Kompatibilität mit der Systemsicherheitssteuerungslogik
Gewerbliche Kältetechnik
Gewerbliche Kühlsysteme finden breite Anwendung in Supermärkten, Kühlräumen, Kühlvitrinen, Lagern und der Lebensmittelversorgungskette. Kältemittelverluste können die Temperaturregelung, die Lebensmittelsicherheit und die Betriebskosten beeinträchtigen.
Typische Anforderungen sind:
- Kontinuierliche Überwachung
- Schnelle Reaktion auf Leckagen
- Zuverlässiger Betrieb in komplexen Umgebungen
- Unterstützung bei Wartung und Fehlerdiagnose
Winsen-Lösungen zur Kältemittelerkennung

Um den unterschiedlichen Anwendungsanforderungen gerecht zu werden, bietet Winsen verschiedene Technologien zur Kältemittelsensorik an, darunter:
- Infrarot-NDIR-Kältemittelsensoren
- Halbleiter-Kältemittelsensoren
- Wärmeleitfähigkeitssensoren für Kältemittel
Dies ermöglicht es den Kunden, die am besten geeignete Lösung entsprechend dem angestrebten Kältemittel, der Produktpositionierung, den Systemkosten, den Genauigkeitsanforderungen und den Compliance-Anforderungen auszuwählen.
Infrarot-NDIR-Kältemittelsensoren

NDIR-Kältemittelsensoren eignen sich für Anwendungen, die eine hohe Selektivität, gute Genauigkeit und Langzeitstabilität erfordern.
Sie sind besonders wertvoll für den Nachweis von Kältemitteln wie:
- R32
- R454B
- R290
- R134a
- andere gängige Kältemittel für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Kälteanlagen
Typische Vorteile:
- Hohe Selektivität
- Starke Entstörfähigkeit
- Lange Lebensdauer
- Stabile Ausgabe
- Geeignet für sicherheitskritische Überwachung
Empfohlene Anwendungen:
- Wärmepumpen
- VRF-Systeme
- hochwertige Klimaanlagen für Wohnhäuser
- gewerbliche Kältetechnik
- Geräte, die eine langfristige, stabile Leckageüberwachung erfordern
Halbleiter-Kältemittelsensoren
Halbleiter-Kältemittelsensoren zeichnen sich durch eine kompakte Bauweise und kostengünstige Integration aus. Sie eignen sich für Anwendungen, bei denen Größe, Kosten und allgemeine Detektionsfähigkeit entscheidende Faktoren sind.
Typische Vorteile:
- Kompaktes Design
- Schnelle Antwort
- Kosteneffiziente Lösung
- Geeignet für allgemeine Leckageortungsanwendungen
Empfohlene Anwendungen:
- Haushaltsgeräte
- Kompakte HLK-Systeme
- allgemeine Kältemittelalarmgeräte
- kostensensible Produktplattformen
Wärmeleitfähigkeitssensoren für Kältemittel
Wärmeleitfähigkeitssensoren für Kältemittel erfassen die Gaskonzentration anhand des Unterschieds in der Wärmeleitfähigkeit zwischen dem Zielgas und dem umgebenden Gas. Sie können in ausgewählten Systemdesigns eingesetzt werden, in denen dieses Prinzip den Detektionsanforderungen entspricht.
Typische Vorteile:
- Einfaches und robustes Prinzip
- Schnelle Antwort
- Geeignet für ausgewählte Gasüberwachungsanforderungen
- Flexible Integration für spezifische Anwendungen
Empfohlene Anwendungen:
- kundenspezifische Kältemittelüberwachungssysteme
- Geräte mit definierten Gashintergrundbedingungen
- ausgewählte industrielle oder gewerbliche Kühlsysteme
ZRT512C-B Kältemittel-Erkennungsmodul - Niederspannungsstromversorgung
- R32/R454B/R290
- 0 - 50 % UFL
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ZRT512C-A Kältemittel-Erkennungsmodul - Weitspannungsnetzteil
- R32/R454B/R290
- 0 - 50 % UFL
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Wie man den richtigen Kältemittelsensor auswählt
Bei der Auswahl eines Kältemittellecksensors sollten Hersteller folgende Faktoren berücksichtigen:
1. Zielkältemittel
Unterschiedliche Kältemittel weisen unterschiedliche physikalische Eigenschaften, Entflammbarkeitsgrade und Anforderungen an die Detektion auf. Der Sensor muss auf das jeweilige Kältemittel, wie z. B. R32, R454B, R290 oder andere Kältemittel, abgestimmt sein.
2. Erfassungsbereich und Alarmschwelle
Die Reichweite des Sensors sollte mit der Sicherheitssteuerungslogik des Hauptsystems übereinstimmen. Bei brennbaren Kältemitteln sind Früherkennung und zuverlässige Alarmschwellenwerte besonders wichtig.
3. Anwendungsumgebung
Bei der Auswahl sollten Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftstrom, Installationsort, Ölnebel und Störgase berücksichtigt werden.
4. Ausgabeschnittstelle
Das Sensorausgangssignal muss mit der Steuereinheit des Geräts kompatibel sein. Je nach Systemdesign können digitale oder analoge Ausgänge oder kundenspezifische Kommunikationsmethoden erforderlich sein.
5. Langzeitstabilität
Bei Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Kälteanlagen muss der Sensor über lange Betriebszyklen hinweg eine zuverlässige Leistung erbringen.
6. Systemkosten und Produktpositionierung
Bei High-End-Wärmepumpen, VRF-Systemen und gewerblichen Kälteanlagen stehen Genauigkeit und Zuverlässigkeit im Vordergrund, während bei Klimaanlagen für Endverbraucher ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Kosten erforderlich sein kann.
Anwendungsnutzen für Hersteller von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Kältetechnik

Die Integration der Kältemittelleckerkennung in die Anlagenkonstruktion kann zahlreiche Vorteile mit sich bringen:
| Wertebereich | Vorteile |
|---|---|
| Sicherheit | Frühwarnung vor Kältemittelleckagen, insbesondere bei brennbaren Kältemitteln |
| Zuverlässigkeit | Hilft dabei, Leistungseinbußen durch Kältemittelverlust zu verhindern. |
| Energieeffizienz | Unterstützt einen stabilen Systembetrieb und reduziert unnötigen Energieverbrauch. |
| Wartung | Ermöglicht eine schnellere Fehlerdiagnose und Servicereaktion |
| Compliance-Bereitschaft | Hilft dabei, Produkte an sich wandelnde globale Sicherheits- und Umweltanforderungen anzupassen. |
| Wettbewerbsfähigkeit des Marktes | Fügt intelligente Sicherheitsüberwachung als Produktvorteil hinzu |
Zukunft der Kältemittellecksuche
Da die HLK- und Kältetechnikbranche zunehmend auf Kältemittel mit niedrigem GWP setzt, wird die Leckageerkennung eine größere Rolle bei der Produktentwicklung spielen.
Zukünftige Systeme werden nicht nur Leckagen erkennen, sondern Sensordaten auch in die intelligente Anlagensteuerung integrieren. Kältemittelsensoren können mit der Lüftungssteuerung, dem Kompressorschutz, der Systemabschaltlogik, der Fehlerdiagnose und cloudbasierten Überwachungsplattformen zusammenarbeiten.
Das bedeutet, dass Kältemittelsensoren mehr als nur Sicherheitskomponenten werden. Sie werden Bestandteil der intelligenten Steuerungsarchitektur moderner HLK- und Kälteanlagen.
Fazit: Zuverlässige Sensorik für eine sicherere und umweltfreundlichere Kühlung
Der Übergang zu Kältemitteln mit niedrigem Treibhauspotenzial (GWP) verändert die HLK- und Kältetechnikbranche grundlegend. Neue Kältemittel tragen zwar zur Reduzierung der Umweltbelastung bei, stellen aber gleichzeitig höhere Anforderungen an die Sicherheitsüberwachung und die Systemzuverlässigkeit.
Infrarot-Kältemittelsensoren bieten mit ihrer hohen Selektivität, Genauigkeit, Stabilität und Störfestigkeit eine zuverlässige Lösung für die moderne Kältemittellecksuche.
Gleichzeitig erfordern unterschiedliche Anwendungen unterschiedliche technologische Ansätze. Mit NDIR-, Halbleiter- und Wärmeleitfähigkeits-Sensorlösungen für Kältemittel unterstützt Winsen Gerätehersteller bei der Auswahl des passenden Sensors für die jeweilige Anwendung.
Von Klimaanlagen für Wohnhäuser über Wärmepumpen und VRF-Systeme bis hin zu gewerblichen Kälteanlagen – die Kältemittelsensoren von Winsen unterstützen einen sichereren Betrieb, eine umweltfreundlichere Kühlung und zukunftssichere HLK-Produktentwicklung.